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Frühjahrskonzert 21. April 2018

Für das heurige Frühjahrskonzert haben wir die Schatzkiste der Musik geöffnet und einige Kleinode aus verschiedenen Epochen entdeckt, die wir unserem geschätzten Publikum zu Gehör bringen wollen.

Mit der „Jubilee Ouverture“ von Philip Sparke (* 1951) eröffnen wir das Konzert.  Dieses Werk war eine Auftragskomposition für das 50-jährige Jubiläum der britischen GUS Brass Band und wurde bei deren Golden Jubilee Concert 1983 unter der Leitung von Keith Wilkinson uraufgeführt. Ein Jahr später wurde es vom Komponisten für Blasorchester arrangiert.
Die Komposition beginnt mit einer zweiteiligen Fanfare, zunächst in den Blechbläsern, dann ein besinnlicher Choral. Dieser steigert sich zu einem Höhepunkt, als die Fanfare wiederkehrt. Darauf folgt ein lebendiges Allegro mit vielen Taktwechseln und einer kräftigen Melodie der Hörner und Saxophone. Aus der Mitte des Orchesters entwickelt sich ein gesangliches Thema, das nach und nach vom ganzen Orchester gespielt wird, bevor das Allegro wiederkehrt. Eine kurze Wiederholung der Fanfare des Anfangs bereitet die Coda im Presto Tempo vor.

 

Eric Whitacre (*1970) komponierte „October“ mit der Absicht, eine friedliche musikalische Darstellung des Monats, den er seinen Favoriten nannte, zu evozieren und die Gefühle, die dieser Monat für ihn hervorruft. Whitacre schreibt in einer Programmnotiz: „Etwas an der frischen Herbstluft und die subtilen Lichtveränderungen machen mich immer ein wenig sentimental, und als ich anfing zu skizzieren, fühlte ich die gleiche stille Schönheit beim Schreiben. Die einfachen, pastoralen Melodien und die nachfolgenden Harmonien sind von den großen englischen Romantikern inspiriert, da ich fand, dass dieser Stil auch perfekt geeignet ist, um die natürliche und pastorale Seele der Jahreszeit einzufangen. Ich bin glücklich mit dem Endergebnis, vor allem, weil ich fühle, dass es einfach nicht genug üppige, schöne Musik für Blasorchester gibt.“ „October“ wurde am 14. Mai 2000 vom Nebraska Wind Consortium uraufgeführt, einer Band, die sich aus Studenten von 30 verschiedenen High-School-Bands aus Nebraska zusammensetzte.

Eines der bekanntesten Werke von Gustav Holst (1874-1934) ist wohl der „Jupiter“ aus seiner Orchestersuite „Die Planeten“. Mit dem Untertitel „Der Bringer der Fröhlichkeit“ bringt der Komponist gleich die Anfangsstimmung zum Ausdruck: Die anfänglichen Echos des Jahrmarkts aus „Petruschka“ besitzen eine wundervoll ausgelassene Atmosphäre. Daran schließt sich eine Melodie im Stil des nobilmente-Motivs aus Elgars zweiter Sinfonie an, die er 1921 (unter dem Namen Thaxted) auch für das Lied „I Vow to Thee, My Country“ verwendete und die heute von feiernden Rugby-Fans als Siegeshymne geschmettert wird.

Ein besonderes Zuckerl der Sololiteratur schuf der ebenfalls britische Komponist Derek Bourgeois (1941-2017) mit dem „Konzert für Posaune und Orchester“ aus dem Jahr 1989. Uraufgeführt vom schwedischen Virtuosen Christian Lindberg, gilt dieses Konzert bis heute als eines der anspruchsvollsten Posaunenkonzerte der Gegenwart. Der Solist kann hier sowohl seine musikalischen als auch technischen Fertigkeiten auf das Eindrucksvollste unter Beweis stellen.

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 Wir wollen hier einen jungen, aufstrebenden Posaunisten aus dem benachbarten Südtirol vorstellen: Peter Steiner. Er ist ein mittlerweile international anerkannter Solist und Orchestermusiker. Seine Saison-Highlights 2017/2018 sind neben seiner Performance bei uns Auftritte mit der Staatskapelle Dresden, dem Colorado Symphony Orchestra, eine acht-wöchige Solo-Tour in den USA, die Weltpremiere von „Fly or Die“ von Gilles Rocha mit Brass Band Begleitung und Aufführungen des „Trombone Concerto“ von Derek Bourgeois. In der Saison 2016/2017 hatte er ein einjähriges Engagement als Posaunist in der Wiener Staatsoper und mit dem Orchester der Wiener Philharmoniker.

Julius Fucík's (1872-1916) unzweifelhaft bekanntester und wahrscheinlich auch schönster Marsch trägt den Titel „Florentiner Marsch“. Er ist sein Opus 214. Aus seinen Tagebucheintragungen wissen wir, dass das Stück am 03.12.1907 als „La Rosa di Toscana“ fertig gestellt wurde. Weshalb er es bereits am 06. Januar des folgenden Jahres in „Florentiner Marsch“ umbenannte, ist nicht mit Sicherheit festzustellen. Wahrscheinlich aber hatte hier sein Verleger ein Wort mitzureden, und es ist denkbar, dass hierbei auch politische Erwägungen eine Rolle gespielt haben. Wie dem auch sei: der „Florentiner Marsch“ ist ein Idealmodel für Fucík's besondere Marschkunst. Sowohl in der Fassung für sinfonisches Orchester wie vor allem in der Blasmusikausgabe wurde die Komposition zu einem der meist gespielten Märsche überall auf der Welt.

Wenn es um musikalische Schätze geht, kommt man keinesfalls an Richard Wagner (1813-1883) vorbei. Aus seine Oper „Götterdämmerung“ haben wir uns die Trauermusik aus dem 3. Akt ausgesucht: „Siegfrieds Trauermarsch“. Trotz des etwas makabren Titels ist dieser Auszug aus der Oper ein Stück mit unglaublichem musikalischen Inhalt. Die Umsetzung mit Blasorchester hält auf Grund der fehlenden Streicher natürlich besondere Herausforderungen bereit, denen wir uns aber gerne stellen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Gesamtwerk von Johann Strauß Sohn (1825-1899). Was läge näher, als ein Stück von ihm auszusuchen, das perfekt in unser Programmkonzept passt: Den „Schatz-Walzer“ op. 418.
Die Melodien entstammen seiner Operette „Der Zigeunerbaron“ aus dem Jahr 1885 und spiegeln die Lebensfreude der ungarischen Zigeuner wider. Der geneigte Zuhörer wird viele der Themen wiedererkennen.

Mit der Ouverture zu George Gershwin`s (1898-1937) Musical Comedy „Funny Face“ schließen wir unsere Schatzkiste wieder.  Dieses bei uns leider selten gespielte Stück beinhaltet einige der bekanntesten Melodien des amerikanisch-russischen Komponisten, wie „`s wonderful“, „My one and only“, „Hi-hat“ und andere.  Wir hoffen, mit der bislang ersten Fassung für Blasorchester auch den musikalischen Nerv unseres Publikums zu treffen - das Stück zu spielen, macht sehr viel Spaß!

Otto Hornek

Otto Hornek

 

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